Mittwoch, 22. Mai 2013

Befragung des Kapitäns Pavel Inskowicz vom Kreuzer RC-103 "Donnern am Himmel" zum Zwischenfall, der zum Verlust eines britischen Schlachtschiffes vor Norwegen führte -

Anmerkung der Ochrana: Die Stimmung zwischen Kapitän Inskowicz und Admiral Gijuschkow war schon seit jeher äußerst angespannt und für Gijuschkow war dies eine hervorragende Gelegenheit sich des Kapitäns zu entledigen. Wir bitten dies in der Akte von Gijuschkow zu vermerken.

Ort: Brigg von des BB "Väterchen Donner"
Anwesende Personen: Admiral Gijuschkow, Kapitän Inskowicz, ein Protokollant und zwei Wachen
Zeit: 36h nach Vorfall

-Gijuschkow- "Nun, Kapitän Inskowicz, ich hoffe sie haben sich von den Strapazen der letzten Tage gut erholt."

-Inskowicz spuckt auf den Boden; sein Gesicht sieht ziemlich ausgemergelt und dreckig aus- "Ihnen bereitet es wohl Freude, Admiral... ihr wolltet mich schon länger in so einer Lage sehen, nicht wahr?"

-Gijuschkow lächelt verhalten- "Mag sein, aber das tut nichts zur Sache; immerhin habe ich mich nicht in solch eine Lage manövriert..."

-Inskowicz- "Ihr habt mich ... " -eine heftige Ohrfeige Gijuschkows unterbricht ihn-

-Gijuschkow blickt zur Decke der Brigg- "Oh, habe ich Euch unterbrochen... entschuldigt, ihr wolltet gerade von dem Verlust des britischen Schlachtschiffes sprechen. Fahrt fort!"

-Inskowicz beginnt hustend- "Ich war mit einer Schwadron Kreuzer und zwei Fregatten unterwegs, um der HMS Ironclad zu helfen.


Ein britischer Skyrotor meldete feindliche Verbände in östlicher Richtung, woraufhin der britische Kommandeur seine Flotte backbord um die Insel herum fahren lies, dieser Narr..." -







-Eine weitere Ohrfeige des Admirals unterbricht Inskowicz jäh. Gijuschkow blickt ihn ungeduldig an.- "Entschuldigt Kapitän. Ich bin etwas nervös, weil ihr unflätig unseren... Verbündeten gegenüber wurdet...fahrt doch gerne fort!" 





-Inskowicz erholt sich und spricht weiter- "Im Westteil der Insel warteten die verfluchten Franzosen bereits auf die Flotte. Sie schickten einen Dreadnaught und ein Schlachtschiff gegen unsere lädierte Flotte. Die Briten hatten nicht einmal mehr genügend Munition an Bord...und statt abdrehen zu lassen... der britische Kommandeur ließ direkt auf die Franzosen zu halten!
Wir saßen also in der Falle... ohne Chance auf Sieg!" -Inskowicz schluckt-

-Gijuschkow blickt ihn fest an- "Die Preußen kamen schnell näher?"

-Inskowicz nickt- "Ja, die Schiffe rasten nur so über die Wellen und schnitten uns gänzlich den Fluchtweg ab.
In der Zwischenzeit eröffneten die Franzosen den Beschuss."





"Wir versuchten uns wegzuschleppen, und die Briten erwiderten das Feuer... aber die wenigen Salven hatten fast keine Wirkung... und die Feinde kamen von allen Seiten."


-Gijuschkow blättert in einigen Papieren- "Nach dem vorliegenden Protokoll ihrerseits nahm der britische Träger direkten Kurs auf die französischen Großkampfschiffe und wurde in Stücke geschossen." -Gijuschkow blickt den Kapitän an- "Sie reden hier von Selbstmordtendenzen in der britischen Flotte? Ist das ihr ernst?" 




 "Nun, die Briten versuchten nicht wegzukommen...und ja, der Träger hielt direkt auf die dicken französischen Boote zu...und die Preußen dahinter. Die Torpedosalven konnten dabei auch nicht mehr viel ausrichten. Wie ich sagte: Wir hatten zu wenig Munition oder wurden sabotiert!"


 -Gijuschkow nickt einem der anwesenden Soldaten zu; dieser rammt seinen Gewehrkolben in den Bauch des Kapitäns- "Für diese Annahme alleine kommt ihr ins Straflager, Inskowicz! Aber fahrt doch bitte fort..."

-Inskowicz keucht und krümmt sich, spricht aber schwer atmend weiter.- 

"Wie zu erwarten war, hielt der Träger nicht lange und begann zu sinken. Ich versuchte noch mit den Kreuzern das Schlachtschiff zu decken, aber die Preußen brachen von Osten auf uns herein."







"Die Fregatten konnten die kleineren Schiffe stoppen und eines der größeren beschädigen, bevor sie versenkt wurden."








"Aber an der anderen Flanke war nichts zu machen. Die spärlichen Salven der Briten verfehlten die meiste Zeit und wir hatten zu viele Ziele zum Ausschalten... und zu wenig Reichweite für mehr!"


"Irgendwann gaben dann die Schilde und der Rumpf der Ironclad endgültig auf und das Schiff begann zu sinken. Wir konnten nicht mehr dagegen tun. Wir erkämpften unseren Rückzug, aber nur meinem Kreuzer und einer Fliegerstaffel gelang die Flucht. Admiral, hört mich an und gebt mir ein neues Kommando...ich..."

-Das Protokoll endet hier. In unseren Aufzeichnungen gibt es keine Hinweise auf weitere Kommandos von Kapitän Inskowicz. Wir gehen davon aus, dass er entweder exekutiert wurde oder noch immer in der Brigg von "Väterchen Donner" sitzt.






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