Einige Wochen zuvor:
Anfang
des Jahres 1870 kam es zu einem Zwischenfall, der Zar Vladimir I
Nikolaevich aus dem Hause Rurik-Novy seine Außenpolitik gegenüber
dem Königreich Großbritannien überdenken ließ.
Er
konnte es sich nicht leisten seinen lockeren Verbündeten und die
Angriffsmöglichkeit auf Frankreich durch die in Großbritannien zu
stationierenden Truppen zu verlieren, aber dennoch wollte er die
Briten nicht ungeschoren davon kommen lassen, dass sie sich einige
Wochen zuvor aus einem gemeinsamen Gefecht gegen die Antarkter
zurückgezogen hatten und den russischen Kampfverband fast haben
auflaufen lassen.
Von
offizieller Seite aus waren ihm die Hände gebunden, inoffiziell
plante er jedoch eine Scharade in dem Wissen, dass auch die Briten
ihren lockeren Verbündeten nicht gerne verlieren würden.
Zar
Vladimir I ließ Admiral Stoiko Gijuschkow, einen engen Vertrauten,
antreten und besprach im geheimen ein Abkommen, dass eine "freie"
Militärmacht schaffen sollte, die nicht dem offiziellen Militär des
Zarenreiches unterstellt war. Der Zar selbst behielt es sich vor, die
Einsätze dieser Flotte zu steuern und zu lenken; sie würden als
Freibeuter unter der Flagge der Russischen Koalition segeln. Der Zar
entließ Gijuschkow aus den Militärdiensten und unterstellte ihm
einige Schiffe. Bei Erfolg der Mission würde der Admiral weitere
Schiffe und Ressourcen erhalten.
Einige
Wochen später war der Kampfverband einsatzbereit. Der Admiral war
inzwischen in Petropawlowsk-Kamtschatski
eingetroffen und hatte per Fernmelder unterwegs seinen Kader an
Kapitänen für den engeren Kreis zusammengestellt.
Stolz
betrat der Admiral im Hafen sein neues Heim: Das etwas betagte
Schlachtschiff „Väterchen Donner“. Nachdem in den kommenden
Tagen alle notwendigen Personen eingetroffen waren stach Gijuschkow
am 04.03.70 in See.
Knapp
drei Wochen später ergab sich die Gelegenheit zur Rache im
Arktischen Ozean. Das russische Flottenkommando hatte Kenntnis von
einem britischen Verband erhalten, der in der Nähe Alaskas kreuzte.
Der Admiral ließ Kurs setzen und ließ die Wachmannschaften
verstärken. Beobachter meldeten aufsteigenden Rauch hinter einer
Insel. Stoiko ließ die russische Flotte auffächern und auf volle
Kraft gehen. Ein Schlachtschiff, ein Träger, eine Gruppe Gunships
und einige Fregatten waren im Einsatz und eröffneten das Feuer auf
die überraschten Briten.
Als
der Admiral sein Flaggschiff in das Herz der Feindflotte vorstoßen
ließ, war der größte Widerstand schon gebrochen. „Väterchen
Donner“ teilte in alle Richtungen fleißig aus, während sich
Entermannschaften bereit machten. Es kam zu heftigen Gefechten auf
kurze Entfernung.
Das
Schlachtschiff wurde von britischen Seesoldaten überrannt und musste
durch die Fregatten zurückerobert werden während die Gunships das
britische Flaggschiff enterten. Das Feuergefecht währte nur kurz.
Die Überraschung ließ die Briten nicht zum Zuge kommen und so
hatten die „Roten Kosaken“ nur geringe Verluste zu beklagen. Der
gegnerische Admiral wurde auf einer schwer beschädigten Fregatte
zurück in sein Königreich geschickt, mit besten Grüßen an das
Königshaus.
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